Akzeptanz ist neben Ziel- / Lösungsorientierung, Bindung und gesundem Optimismus eine wichtige Grundhaltung, welche die Resilienz fördert.
Es geht darum Ereignisse, welche von aussen auf uns einwirken und die wir (unmittelbar) nicht beeinflussen können, anzunehmen. Dies können verschiedene Situationen wie zum Beispiel Jobverlust, Umstrukturierung am Arbeitsplatz, Veränderung der Familiensituation, Krankheit, Verlust eines geliebten Menschen oder Umweltereignisse sein. Aktuell ist hier sicherlich auch das Beispiel der Corona-Krise zu nennen. Ebenso geht es darum, nebst unseren Stärken auch unsere Schwächen anzunehmen. Sind wir unserer eigenen Grenzen bewusst, hilft uns das unter anderem Stresssituationen durch Überforderung zu minimieren.
Gelingt uns das Annehmen solcher Umstände oder gar Lebensumbrüche, werden Energien frei, welche wir sonst für das Hadern mit einer entsprechenden Situation verbrauchen würden. Negative Emotionen wie Ärger, Angst oder Wut können verringert werden und wir können unseren Fokus auf neue Wege ausrichten (vgl. Jutta Heller https://juttaheller.de/resilienz/resilienz-abc/akzeptanz/).
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass dieser Prozess des Akzeptierens nicht immer so leicht umzusetzen ist. Es gab vor allem vor ein paar Jahren Momente, in denen mir das Akzeptieren, dass es auf einem bestimmten Weg nicht mehr weitergeht, nur schwer gelingen wollte. In solchen Situationen hilft das Konzept der Meta-Akzeptanz. Dies bedeutet, dass man akzeptiert, dass man etwas nicht akzeptieren kann und diesen Umstand kann man aber akzeptieren (nach Sebastian Mauritz https://www.resilienz-akademie.com/akzeptanz-resiliente-grundhaltung/)
Akzeptieren heisst Unveränderbares loszulassen. Je besser uns das gelingt, desto eher sind wir dafür offen uns neuen Gegebenheiten anzupassen, neue Wege zu beschreiten und gelassener unserer Zukunft entgegenzugehen.
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